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Diakonisches Werk Dithmarschen
Ev.-Luth. Kirchenkreis Dithmarschen

[MIGRATIONSSOZIALBERATUNG :: Jugendmigrationsdienst]

Jahresbericht 2010

Jugendmigrationsdienst Meldorf 2010


I. Ausgangssituation

 

1. Räume und Ausstattung

Im Kreis Dithmarschen ist der Jugendmigrationsdienst ein integraler Bestandteil der Migrationssozialberatungsstelle des Diakonischen Werkes Dithmarschen.
Die räumliche Situation hat sich seit 2009 nicht geändert. Im Jahre 2010 konnten wir ein neues Netbook für den JMD in Meldorf besorgen.


2. Klientel

Seit 01.06.2002 greift im Kreis Dithmarschen das Konzept des Landes Schleswig-Holstein zur Integration aller Zuwanderer. Somit sind die Migrationssozialberatungsstelle und der Jugendmigrationsdienst (JMD) zu einer Anlaufstelle für alle Migranten geworden. Nur die Asylsuchenden werden weiterhin von einem Mitarbeiter des Kreises Dithmarschen betreut.
Über die Zuweisung der Spätaussiedler und ihrer Familienangehörigen werden wir rechtzeitig von dem Vertriebenenamt des Kreises Dithmarschen informiert, sodass wir nach der Ankunft der Familien sofort Kontakt zu ihnen aufnehmen, hauptsächlich durch Hausbesuche. Um die genaue Adresse zu erhalten, nehmen wir auch Kontakt zu jeder Gemeinde auf. Die Arbeit unserer Beratungsstelle wird von den Kommunen und Gemeinden sehr geschätzt, was sich auch durch finanzielle Unterstützung ausdrückt. Auf diesem beschriebenen Weg wurde Kontakt zu allen Jugendlichen aufgenommen, die im Jahr 2010 nach Dithmarschen neu zugewiesen wurden. Leider kommen immer weniger Spätaussiedler nach Deutschland.
Ausländer kommen über Mundpropaganda und Flyer, die bei der Ausländerbehörde, der ARGE und den Integrationskursträgern ausliegen, zu uns. Sehr hilfreich ist hier ein „Wegweiser für Migranten im Kreis Dithmarschen“, der von uns mitentwickelt wurde, um eine verbesserte Vernetzung der beteiligten Institutionen zu erreichen.
Im Jahre 2010 wurden dem Kreis Dithmarschen keine Spätaussiedler zugewiesen, 2009 waren es 8 und im Jahre 2008 3 Spätaussiedler.
Es kamen 7 jugendliche Ausländer im Wege der Familienzusammenführung und 13 Flüchtlinge.


3. Personalsituation der Migrationssozialberatungsstelle


1 Stelle für erwachsene Migranten Anja Döhren
1 Stelle für Jugendliche Migranten (JMD) Viktor Schmidt
1 päd. Hilfskraft für Übersetzungen und Begleitungen Natalia Jutschkow
Elvira Schukman
12 Ehrenamtliche


II. Angaben zur Zahl und Struktur der Betreuten (s. Sozialanalyse)


III. Schwerpunkte der JMD Arbeit


1. Allgemeine Entwicklung

Auch in unserem Kreis zeigt die Verteilung der Migrantenkinder auf die unterschiedlichen Schulformen ihre deutlich schlechteren Teilhabechancen im Vergleich zu hiesigen Jugendlichen. Daher halten wir die individuelle Begleitung der noch Schulpflichtigen (12-16 Jahre) und ihrer Eltern [Stärkung der Erziehungskompetenz] für auch sehr wichtig.
Im Bereich der beruflichen Bildung und Qualifizierung zeigt sich keine Verbesserung der Situation und der Chancen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund.
Hinzu kommt noch der Entwurf der Berufsfachschulverordnung des Ministeriums für Bildung und Frauen des Landes Schleswig-Holstein. Nach dieser Verordnung sollen alle Bewerber der Berufsfachschule Englischkenntnisse auf der Niveastufe A 2 nachweisen.
Das heißt, dass berufschulpflichtige Migranten, die im Herkunftsland noch keinerlei Englischunterricht hatten und in Deutschland ihre Schulbildung an einer Berufsfachschule fortsetzen wollen, diese Voraussetzung gar nicht erfüllen können.
Das Hauptproblem sind die nicht ausreichenden Sprachkenntnisse. Nach dem Zuwanderungsgesetz haben alle Migranten mit dauerhaftem Aufenthaltsstatus Anspruch auf einen Integrationskurs. Wer sogar erfolgreich die B1-Prüfung besteht, hat keine ausreichende Sprachkenntnisse um eine Ausbildung oder Arbeit zu finden.
Die Jugendlichen bleiben entweder arbeitslos oder sie erhalten über eine Leihfirmen Arbeit.
Berufsbezogene Sprachförderung im Rahmen des ESF-BAMF-Programms gab es im Jahre 2010 nicht und selbst da will man sich nicht auf das Niveau A2 festlegen.
Die ARGE schickt die Jugendlichen zu Maßnahmen, denen sie sprachlich nicht gewachsen sind. Dieses hat zur Folge, dass langsam die Motivation schrumpft, sodass man dann gerecht von Verweigerungshaltung sprechen kann.


2. Darstellung der verschiedenen Schwerpunkte

2.1 Einzelfallbegleitung durch das Verfahren des Case Managements


Im Jahre 2010 wurden 30 Jugendliche (19 Mädchen und 11 Jungen) im Rahmen des Case Managements intensiv betreut.
Die individuelle Begleitung und die Gruppenarbeit in diesem Zusammenhang haben sich für die Jugendlichen sehr bewährt und führten bei ihnen zur Verbesserung der Integrationschancen (in sprachlicher, schulischer, beruflicher und sozialer Hinsicht). Im Rahmen der Gruppenarbeit wurden im Laufe des Jahres Veranstaltungen zu folgenden Themen organisiert:
Berufsberatung und Arbeitsvermittlung über die Agentur für Arbeit
Weiterbildung und Fortbildung
Arbeitslosengeld II
Zuwanderungsgesetz
Einbürgerungstest
Familienzusammenführung


2.2 Vermittlungen in Angebote für zugewanderte junge Menschen im örtlichen Netzwerk

Da wir sofort nach der Einreise der Jugendlichen, die Ankunft mitgeteilt bekommen, werden die Jugendlichen auch gleich von uns begleitet und betreut. Alle neu zugewanderten Jugendlichen und auch Bestandsausländer haben Informationen über die Integrationskurse und Einstufungstests erhalten. Wir haben uns in allen beginnenden Integrationskursen vorgestellt. Kooperationsvereinbarungen mit den Sprachkursträgern sind abgeschlossen worden, sodass wir die sozialpädagogische Betreuung auch während des Besuchs der Kurse gewährleisten. Spezielle Integrationskurse für Jugendliche sind im Jahre 2010 im Kreis Dithmarschen nicht durchgeführt worden (keine ausreichende Teilnehmerzahl). Insgesamt haben 3 Integrationskurse stattgefunden. An diesen haben 21 jugendliche Migranten teilgenommen. An den Standorten der Sprachkurse befindet sich entweder die Beratungsstelle (Meldorf) oder es werden im gleichen Ort (Heide, Brunsbüttel) wöchentliche Sprechstunden angeboten. Bei Bedarf führen wir auch Hausbesuche durch.


IV. Stadtteilorientierung und Interkulturelle Öffnung

Die Beratungsstelle des JMD, wie auch die Migrationssozialberatungsstelle ist in Meldorf angesiedelt. Die Stadt liegt im Zentrum des Kreises und ist von allen Orten auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen.
In Heide und Brunsbüttel, wo besonders viele Migranten leben, wird jeweils einmal in der Woche eine Sprechstunde durchgeführt.
In Brunsbüttel-Süd, wo besonders viele Migranten und sozial schwache Familien leben, besteht der vom JMD initiierte Mädchen- und Jungentreff weiterhin. Die Beratungsstelle ist bemüht, den Prozess der interkulturellen Öffnung der Angebote aller relevanten Dienste und Einrichtungen der sozialen Handlungsfelder weiter zu entwickeln.
Es besteht gute Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, einigen Polizeidienststellen, Familien- und Suchtberatungsstellen, Gesundheitsamt, Beratungsstellen für schwangere Frauen, Kompetenzagentur Dithmarschen usw..

V. Kooperationspartner / Netzwerkarbeit

Es wird eng mit den Mitarbeitern der Migrationssozialberatungsstelle des Diakonischen Werkes Dithmarschen zusammengearbeitet. So wird auch Urlaubs- und Krankheitsvertretung gewährleistet. Frau Jutschkow war bei uns über eine AGH-Maßnahme bis zum 31.03.2010 tätig gewesen. Vom 01.04.2010 bis 30.09.2010 hat Frau Schukman über eine AGH-Maßnahme bei uns gearbeitet.
Ebenfalls werden gemeinsame Teamsitzungen durchgeführt. Die Öffnungszeiten sind verlässlich: montags bis freitags von 8.00 bis 12.30 Uhr und mittwochs von 13.30 bis 16.00 Uhr, sonst nach Vereinbarung.
Es wird mit den anderen Beratungsstellen des Diakonischen Werkes Dithmarschen eng zusammengearbeitet (z.B. Suchtberatung, Familienberatungsstelle u.a.).
Der kommunalpräventive Rat der Stadt Brunsbüttel ist ein Netzwerk der Integration für die Stadt. Hier arbeiten wir aktiv mit.
In der Stadt Heide hat sich inzwischen das Lokale Bündnis für Familie als Netzwerk der Integration etabliert.
Auch der Kreis Dithmarschen ist dabei ein Integrationskonzept zu erstellen. Am 26.11.2010 fand die Auftaktveranstaltung zur Umsetzung des Nationalen Integrationsplans im Kreis Dithmarschen statt. Die nächste Veranstaltung ist am 18.03.2011 geplant.
Im Rahmen der Migrationssozialberatung arbeiten wir eng mit den Sprachkursträgern vor Ort zusammen.
Es wurde mit der Arbeitsgemeinschaft Dithmarschen eine schriftliche Kooperationsverein-barung abgeschlossen. In der Vereinbarung verpflichtet sich die ARGE mit ihrem Migrationskoordinator die Mitarbeiter für den Umgang mit Migranten zu sensibilisieren und zuqualifizieren, sowie Integrationsmaßnahmen wie Sprachkurse und Praktika zu fördern.
Um die Zusammenarbeit besser zu koordinieren, wurde ein Arbeitskreis gegründet, der ein Verfahren zur Verbesserung der Eingliederungschancen von Migranten geplant hat.
Die Zusammenarbeit mit der Arge und den Leistungszentren ist im Einzelfall durchaus erfolgreich.
Die weiter stattfindende Sprechstunde in Brunsbüttel wird in den Räumlichkeiten der VHS angeboten.


VI. Öffentlichkeitsarbeit

Es wurden Dienste und Einrichtungen auf die Notwendigkeit interkultureller Öffnung aufmerksam gemacht. Über unseren Jahresbericht und unsere Teilnahme an kommunalpräventiven Räten und Sitzungen des Lokalen Bündnisses für Familie wurden die Gemeinden auf die Lebenssituation junger Migrant/innen aufmerksam gemacht. Der JMD hat sich mit seiner Lobbyarbeit bei politischen Entscheidungen zur Verbesserung der Lebenssituation der Migranten eingesetzt.


VII. Stellungnahme zum Gender Mainstream in unserer Arbeit

Die Sozialanalyse zeigt, dass das Angebot des JMD von weiblichen Jugendlichen öfter in Anspruch genommen wird als von den männlichen Jugendlichen: 87 weibliche und 56 männliche Betreute.
Die Gruppenangebote werden fast gleich von weiblichen und männlichen Jugendlichen angenommen: von 78 weiblichen und 73 männlichen Jugendlichen.
Wir bemühen uns, in allen Aktivitäten, d.h. für uns besonders Einzel- und Familienberatungen, um eine Berücksichtigung der Geschlechteridentitäten.


VIII. Zusammenfassung und Ausblick

Wie aus der JMD-Statistik hervorgeht, arbeiten wir mit neu zugewanderten Jugendlichen, aber die Zahl der Jugendlichen, die schon länger als 3 Jahre in Deutschland wohnen und sich an das JMD gewandt haben, ist mit 55,2% noch hoch. Dies bestätigt die Aussage, dass die meisten Jugendlichen nach 3 Jahren noch nicht integriert sind und noch Unterstützung brauchen.
Für die Gruppenangebote gibt es keine zusätzlichen Mittel und das ist sehr schade, da die Gruppenangebote das Case Management unterstützen und die individuelle Zielerreichung fördern. Persönliche Ansprache und persönliche Bindung sind sehr wichtig für das Case Managementverfahren. Nach unseren Erfahrungen kann man durch Hausbesuche ein besseres Vertrauensverhältnis zu den Familien und speziell auch zu den Jugendlichen aufbauen.
Integration scheitert oft an den Rahmenbedingungen (zu wenig Ausbildungs- und Arbeitsplätze).
Mit dem Inkrafttreten des Zuwanderungsgesetzes und der damit einhergehenden Umset-zung des Integrationskurskonzeptes wird uns durch das BMFSFJ im geänderten Rahmenkonzept nun der Auftrag für die sozialpädagogische Begleitung der Jugendlichen Kursteilnehmer/innen übertragen. Für die jungen Zugewanderten ist es zweifellos sinnvoll, wenn ihr Weg durch eine Stelle kontinuierlich begleitet und unterstützt wird, und die be-gleitenden Akteure zum Austausch miteinander verpflichtet sind. Ich wünsche mir allerdings, dass dies durch die Auftraggebenden und verantwortlichen Stellen entsprechend öffentlich gemacht wird, so dass klar wird, welchen Auftrag die JMD´s haben. Wie z.B. das Schreiben des Bundeswirtschaftsministeriums an die Bundesagentur für Arbeit oder die „Gemeinsame Handlungsempfehlungen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales bezüglich der Schnittstellen und der Aufgabenverteilung zwischen dem JMD und den Leistungsträgern nach SGB II/III“.


Viktor Schmidt
Diplom Sozialpädagoge

Meldorf, im Januar 2010

[ ep, 08.04.2011 07:54 ]
[ ep, 08.04.2011 08:16 ]
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