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Diakonisches Werk Dithmarschen
Ev.-Luth. Kirchenkreis Dithmarschen

[MIGRATIONSSOZIALBERATUNG :: Migrationssozialberatung]

Jahresbericht 2010

Jahreslosung 2010: „Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!“ (Johannes 14,1)


Die Migrationssozialberatungsstelle des Diakonischen Werkes beschäftigte im Jahr 2010 zwei hauptamtliche Mitarbeiter mit jeweils einer vollen Stelle, die Diplom-Sozialpädagogin Anja Döhren als zuständige Mitarbeiterin für die Migrationssozialberatung und den Diplom-Sozialpädagogen Viktor Schmidt als zuständigen Mitarbeiter für den Jugendmigrationsdienst. Unterstützt wurde die Arbeit bis zum 31.03.2010 durch Frau Natalia Jutschkov und anschließend bis zum 30.09.2010 durch Frau Elvira Schukmann. Beide waren im Rahmen einer AGH Maßnahme als Hilfskräfte bei uns beschäftigt. Ihre Arbeitszeit betrug 19 Stunden wöchentlich.

Die Lehrerin Antje Müller engagierte sich weiterhin ehrenamtlich in der Betreuung einer afrikanischen Familie. Auch die ehrenamtliche Unterstützung der Diplom-Psychologin Sylvia Pögel blieb uns erhalten, die sich wie bisher für traumatisierte Flüchtlinge einsetzte.

Im Berichtszeitraum 2010 wurden 565 Personen beraten, davon waren 143 Jugendliche im Alter von 16 bis 27 Jahren. Insgesamt wurden 2700 Beratungsgespräche durchgeführt. Die Anzahl der Migrantinnen und Migranten die unsere Beratungsstelle erstmals aufsuchten, belief sich dabei auf 205 Personen über 27 Jahre (seit 2008 insgesamt 984). Es waren 3 Jugendliche und 14 Erwachsene in diesem Jahr neu nach Dithmarschen zugewandert. Durch das Verfahren des Case Managements zur Integrationsförderung wurden im Laufe des Jahres 30 Jugendliche und 50 Erwachsene betreut. Die ermittelten Zahlen beruhen auf unserer internen Beratungsstatistik (JMD und MSB) sowie der Landesstatistik ZIM und der JMD Statistik.

Die Beratungsgespräche fanden hauptsächlich in unseren Büros im Johann-Hinrich-Wichern-Haus statt. In Ausnahmefällen wurden aus gegebenem Anlass auch Hausbesuche gemacht wie z.B. bei Erkrankung eines Betroffenen zur Klärung einer Krisensituation, wenn dieser nicht in die Beratungsstelle kommen konnte. Weiterhin wurden Sprechstunden zweimal wöchentlich in Heide und einmal wöchentlich in Brunsbüttel durchgeführt.
Regelmäßig fanden vierzehntägig unsere Teamsitzungen statt, in denen alle Neuerungen, Planungen aber auch spezielle Einzelfälle in der Beratungsarbeit besprochen wurden.
Einmal im Monat nahm unsere ehrenamtliche Mitarbeiterin Antje Müller ebenfalls an den Sitzungen teil.

Im Berichtszeitraum 2010 nahmen wir an verschiedenen Fortbildungen und Fachtagungen zum Aufenthaltsrecht, zum Sozialrecht und zur Sprachförderung teil.

Die seit Januar 2008 eingeführte Landesstatistik zur Datenerhebung des ZIM (Zuwanderer-Integrations-Management) brachte trotz Überarbeitung und Verbesserung des Programms immer noch einen großen, zusätzlichen Arbeits- und Zeitaufwand mit sich.
Beratungen in Krisensituationen (multiple und singuläre) machten auch in 2010 den größten Anteil der Beratungsarbeit aus. Dabei handelte es sich zumeist um den Personenkreis der Altzuwanderer mit gesichertem Aufenthalt mit verschieden migrationsbedingten Problemlagen.

Die Beratung von Menschen mit ungesichertem Aufenthaltsstatus ist nach wie vor ein großer und wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Da die Betroffenen weitgehend vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen sind, sie keinen Anspruch auf staatliche Fördermöglichkeiten haben und durch eingeschränkte Sozialleistungen häufig am Rande des Existenzminimums leben, bleibt Ihnen die Chance auf eine angemessene Zukunftsperspektive versagt. Um hier im Hinblick auf den Spracherwerb und der Weiterbildung Unterstützung zu leisten, haben wir im Jahr 2010 mit Hilfe von Spendengeldern einen einmal wöchentlich stattfindenden Sprachkurs für Menschen mit unsicherem Aufenthaltsstatus sowie eine Schularbeitenhilfe für Migrantenkinder initiiert. Dieser fand einmal wöchentlich in unserem Haus in Meldorf statt und wurde regelmäßig von 5 erwachsenen und 5 jugendlichen Teilnehmern besucht.
Weiterhin unterstützten wir bestehende ehrenamtliche Sprachförderungen in Meldorf und Heide. Einigen Migrantinnen mit unsicherem Aufenthalt haben wir durch finanzielle Unterstützung geholfen, an einem Integrationskurs teilzunehmen.
Einer Jugendlichen ist es in diesem Jahr gelungen, mit unserer Unterstützung ihren Realschulabschluss auf dem zweiten Bildungsweg zu absolvieren.
Diese Hilfen können jedoch immer nur im Einzelfall gewährleistet werden und entbinden unserer Meinung nach den Sozialstaat nicht von seiner Verpflichtung, diesem Personenkreis die gleichen Förderungsmöglichkeiten und Bildungschancen wie den Personen mit gesichertem Aufenthalt zu gewährleisten.

Im Laufe des Jahres konnten wir wieder unterschiedliche Informationsveranstaltungen durchführen:
In Zusammenarbeit mit der Kompetenzagentur Dithmarschen wurde am 22 Juni in der St. Georg Schule eine Informationsveranstaltung für Jugendliche Migrantinnen zum Thema: „Schule – Ausbildung – Beruf. Migration und Integration – positive Lebensverläufe“ durchgeführt. Jugendliche mit Migrationshintergrund haben über ihre persönlichen Erfahrungen berichtet.

In diesem Jahr wurde im Kreis Dithmarschen vom 27.09. bis zum 01.10.2010 eine Interkulturelle Woche mit verschiedenen Veranstaltungen in Meldorf, Heide und Brunsbüttel durchgeführt an deren Planung und Durchführung sich viele Institutionen, sowie ehrenamtliche Helferinnen und Helfer beteiligten. Die Migrationssozialberatungsstelle übernahm die Koordination und erstellte einen Flyer. Sie organisierte gemeinsam mit dem Treffpunkt für Migrantinnen und Migranten eine Fahrt in den Hansapark.

Außerdem fand am Tag des Flüchtlings 2010 am 01.Oktober bei uns im Johann-Hinrich-Wichern-Haus in Meldorf ein Fest rund um die Länder der ehemaligen Sowjetunion statt. Neben verschiedenen Informationen aus den jeweiligen Ländern, von den Beteiligten aus den jeweiligen Regionen selbst vorgetragen und den Konzerten zweier russischer Chöre gab es eine Breakdance-Vorstellung sowie Spiele für Kinder und natürlich auch kulinarischen Köstlichkeiten. Der Abend bot vielfältige Begegnungsmöglichkeiten für die zahlreichen Besucherinnen und Besucher aller Nationen und Generationen.

Die Volkshochschule und die Wirtschaftsakademie in Meldorf beteiligten sich mit einem „Bunten Vormittag“, an dem einige Teilnehmer der Sprachkurse sich und ihr Herkunftsland mit Bildern, Informationen und landesüblichen Speisen vorstellten.

In Brunsbüttel fand ein Interkulturelles Fest und eine Ausstellung statt, die von der Wirt-schaftsakademie sowie dem Stadtmanagement und dem Mehrgenerationenhaus Brunsbüttel organisiert wurde. Alle Veranstaltungen dieser Woche erfreuten sich einer großen Besucherzahl und wurden von Menschen mit oder ohne Migrationshintergrund gleichermaßen gut angenommen.

Im Dezember wurde bei uns im Johann Hinrich Wichern Haus für vier Wochen die Ausstellung „Jetzt haben wir das Wort“ - Jugendliche zu Flucht und Fluchtursachen gezeigt. Während der Öffnungszeiten bestand die Möglichkeit diese in unseren Räumlichkeiten zu besichtigen.

Der Treffpunkt für Migrantinnen und Migranten als gemeinsames niedrigschwelliges Angebot der Begegnung und Beratung in Zusammenarbeit mit der Brücke Dithmarschen wurde im Jahr 2010 erfolgreich weitergeführt. Einmal monatlich fanden Treffen in Heide mit verschiedenen Aktionen statt. Der Ende 2009 stattgefundene Zuwachs neuer Teilnehmer hat sich über das Jahr 2010 gleichmäßig gehalten so dass im Durchschnitt monatlich jeweils ca. 25 Personen aus verschiedenen Kulturkreisen den Treffpunkt besuchten.

Der seit 2005 bestehende Arbeitskreis für Integrationskurse in Dithmarschen, dessen Geschäftsführung durch uns wahrgenommen wird, fand weiter durch vier Treffen statt. Neben der Führung der gemeinsamen Wartelisten für Kursteilnehmer aller Kursträger beim Diakonischen Werk Dithmarschen, waren die sozialpädagogische Beratung einzelner Kursteilnehmer sowie die Hilfestellung bei Beantragung auf Zulassung zur Teilnahme an Integrationskursen und Fahrtkostenerstattung ans BAMF eine unserer Aufgaben. Die gute Vernetzung der verschiedenen Akteure (Ausländerbehörde, Arge, Sprachkursträger und Migrationssozialberatungsstelle) sorgte für eine konstruktive Zusammenarbeit.
Obwohl für den Arbeitskreis für Migration und Psychiatrie in Dithmarschen im Jahr 2010 aufgrund von Arbeitsüberlastung der einzelnen Teilnehmer kein Treffen stattfand, blieb der Informationsaustausch weiterhin bestehen. Dieser erwies sich auch in diesem Jahr als bestehende Vernetzung der Vertreter verschiedener Institutionen, die mit psychisch kranken Menschen professionell arbeiten als sehr nützlich und als Bereicherung für unsere Beratungsarbeit mit psychisch kranken Migrantinnen und Migranten.
Die regelmäßige Teilnahme am Arbeitskreis Sozialberatung, einem Treffen von Sozialberatern verschiedener Einrichtungen und Institutionen aus dem Kreis Dithmarschen, hat sich weiterhin als Möglichkeit des fachlichen Austausches und der Vernetzung auf kommunaler Ebene bewährt.

Das vom Landesverband des Diakonischen Werkes Schleswig-Holstein 4x jährlich durchgeführte Treffen des Arbeitskreises Migration wurde als sinnvolle, arbeitsbereichernde Möglichkeit des übergeordneten Informationsaustausches genutzt.

Die gute Zusammenarbeit mit der Schuldnerberatung Lichtblick e.V. sowie mit der Sozialberatungsstelle, der Suchtberatungsstelle und der Familienberatungsstelle des Diakonischen Werkes Dithmarschen hat sich weiterhin fortgesetzt.
Seit September 2009 beteiligt sich die Migrationssozialberatung am Bündnis für Familie, einer Arbeitsgruppe zur Familienfreundlichen Stadtentwicklung in Heide, in Form der Mitarbeit in einer Unterarbeitsgruppe für Migrantinnen und Migranten. Diese Zusammenarbeit wurde in diesem Jahr fortgesetzt.
Die Umsetzung des Nationalen Integrationsplanes wurde im Jahr 2010 weiter verfolgt. Es fanden diesbezüglich mehrere Treffen mit der Kreisverwaltung statt. In enger Zusammenarbeit mit der für diesen Bereich zuständigen Koordinatorin des Kreises, Frau Kristina Kaiser wurde eine Auftaktveranstaltung zur Umsetzung des NIP in Dithmarschen geplant.
Diese wurde mit verschiedenen Referenten zu den Schwerpunktthemen Themen Interkulturelle Öffnung der Verwaltung und Interkulturelle Erziehung und Bildung am 26.11.2010 durchgeführt. Eine Folgeveranstaltung mit einzelnen Workshops zur Konzeptentwicklung ist in 2011 geplant.

Zum Abschluss möchten wir noch bemerken, dass die im Bericht beschriebenen Aufgaben in ihrer Vielzahl und in ihrem großen Umfang nur mit dem zusätzlichen Einsatz der Teilzeitkräfte und von Ehrenamtlichen bewältigt werden konnten.
Wir sind allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihre Unterstützung sehr dankbar.

Anja Döhren
Dipl.-Soz.päd.

Meldorf, März 2011

[ ep, 08.04.2011 08:18 ]
[ ep, 08.04.2011 08:32 ]
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