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Diakonisches Werk Dithmarschen
Ev.-Luth. Kirchenkreis Dithmarschen

[MIGRATIONSSOZIALBERATUNG :: Jugendmigrationsdienst]

Jahresbericht 2003

I. Ausgangssituation

1. Räume Ausstattung

Im Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein ist der Jugendmigrationsdienst ein integraler Bestandteil der Migrationssozialberatungsstelle.

Für die Migrationssozialberatungsstelle gibt es im Diakonisches Werk zur Zeit 2 Büroräume, wobei ein Büro mit dem Frauenwerk geteilt wird, in dem anderen Büro sitzen 3 Mitarbeiter zusammen.

Für die offene Gruppenarbeit gibt es keinen eigenen Raum, aber es können Gruppenräume anderer kirchlicher Einrichtungen genutzt werden (z.B. der Familienberatungsstelle).

Die Migrationssozialberatungsstelle ist mit 2 Computer und Internetanschluss ausgestattet.

2. Erweiterung des Klientel

Seit 01.06.2002 greift im Kreis Dithmarschen das Konzept des Landes Schleswig-Holstein zur Integration aller Zuwanderer. Somit ist die Migrationssozialberatungsstelle und das Jugendgemeinschaftswerk (JMD) zu einer Anlaufstelle für alle Migranten geworden. Nur die Asylsuchenden werden weiterhin von einem Mitarbeiter des Kreises Dithmarschen betreut.

Über die Zuweisung der Spätaussiedler und ihrer Familienangehörigen werden wir vorzeitig von dem Vertriebenenamt des Kreises informiert, so dass wir nach der Ankunft der Familien sofort Kontakt zu Ihnen aufnehmen, hauptsächlich durch Hausbesuche. Um die genaue Adresse zu erhalten, nehmen wir auch Kontakt zu jeder Gemeinde auf. Die Arbeit unserer Beratungsstelle wird von den Kommunen und Gemeinden sehr geschätzt, was sich auch durch finanzielle Unterstützung ausdrückt. Auf diesem beschriebenen Weg wurde Kontakt zu allen Jugendlichen aufgenommen, die im Jahr 2003 nach Dithmarschen neu zugewiesen wurden.

Ausländer kommen über Mundpropaganda und Flyer, die bei der Ausländerbehörde ausliegen, zu uns.

Im Jahre 2003 wurden dem Kreis 159 Spätaussiedlern zugewiesen, von denen 6 Jugendliche von 12 bis 16 Jahre und 46 von 16 bis 27 Jahre alt waren. Von diesen ist niemand selber als Spätaussiedler nach § 4 BVFG anerkannt.

Von insgesamt 57 Jugendlichen, die im Jahr 2003 neu zum JMD gekommen sind, waren 40 Abkömmlinge 70,2% und 17 Ausländer 29,8%.  Das heißt, fast ein Drittel sind Ausländer.

3. Neuer Name der Einrichtung

Das Jugendgemeinschaftswerk wurde in JMD unbenannt. Da aber der Jugendmigrationsdienst, wie schon oben erwähnt, ein integraler Bestandteil der Migrationssozialberatungsstelle ist, werben wir nicht offensiv mit dem Namen JMD.

In unseren Informationsblätter und auf den Flyern wird die Beratung für Jugendliche ausgewiesen.

4. Personalsituation der Migrationssozialberatungsstelle

½  Stelle für erwachsene Aussiedler Sabine Kühl
½  Stelle für Ausländer Anja Döhren
1   Stelle für Jugendliche Migranten (JMD) Viktor Schmidt
1   pädagogische Hilfskraft für Übersetzungen, Begleitungen Ludmila Lehmann
2   Honorar Kräfte für Schularbeitenhilfe
11 Ehrenamtliche

 

II. Angaben zu Zahl und Struktur der Betreuten

(siehe Sozialanalyse, hier nicht enthalten)

 

III. Schwerpunkte der JMD Arbeit

1. Allgemeine Entwicklung

Auch in unserem Kreis zeigt die Verteilung der Migrantenkinder auf die unterschiedlichen Schulformen ihre deutlich schlechteren Teilhabechancen im Vergleich zu hiesigen Jugendlichen. Daher halten wir die individuelle Begleitung der noch Schulpflichtigen (12-16 Jahre) und ihrer Eltern [Stärkung der Erziehungskompetenz] für auch sehr wichtig.

Im Bereich der beruflichen Bildung und Qualifizierung zeigt sich auch keine Verbesserung der Situation und der Chancen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund.

Daher halten wir die konzeptionell neu vorgesehenen Integrationslotsen für sehr sinnvoll.

Das Sonderprogramm des Bundes zum Einstieg arbeitsloser Jugendlicher in Beschäftigung und Qualifizierung – Jump Plus für 100.000 junge Menschen hat in unserem Bereich für jugendliche Migranten nicht gegriffen. Nach Artikel 3 dieses Programms, sollten arbeitslosen oder ausbildungssuchenden Jugendlichen mit Migrationshintergrund durch die Vermittlung von berufsbezogenen Deutsch-Kenntnissen die Aufnahme einer Ausbildung oder Beschäftigung erleichtert werden. Einen Sprachkurs hatten wir zwar mit unserem Arbeitsamt geplant. Es wurden die Teilnehmer ermittelt, das Arbeitsamt hat ihnen Hoffnung gemacht, letztendlich hieß es aus finanziellen Gründen findet der Sprachkurs nicht statt.

Danach wurde ein Sprachkurs mit Hauptabschluss für Jugendliche mit Migrationshintergrund von der Volkshochschule konzipiert. Und jetzt heißt es wieder, dass aus finanziellen Gründen der Kurs nicht stattfinden kann. Dies ist für die Jugendlichen sehr demotivierend.

2. Darstellung der verschiedenen Schwerpunkte

2.1 Einzelfallbetreuung

In unserem Landkreis werden alle Aussiedlerfamilien sofort nach ihrer Ankunft dezentral in Wohnungen untergebracht. Die Fläche des Landkreises beträgt 1.400 qkm. Wie schon oben erwähnt, suchen wir alle Familien in ihren Wohnungen auf, nehmen sie in ihrer jeweils individuellen Situation wahr und helfen ihnen die ersten Schritte in ihrer neuen Umgebung zu gehen, z.B. mit dem Ausfüllen der erforderlichen Anträge. Sie bekommen von uns ein Informationsblatt, so dass sofort ein Kontakt zur Beratungsstelle und zum Jugendmigrationsdienst hergestellt wird. Nach unseren Erfahrungen kann man durch Hausbesuche ein besseres Vertrauensverhältnis zur Familien und speziell auch zu den Jugendlichen aufbauen.

Mit 17 jugendlichen Migranten, die seit September 2003 neu zum JMD gekommen sind, wurden individuelle Integrationspläne erstellt.

2.2 Schularbeitenhilfe in Heide und Deutschförderunterricht in Meldorf

Die Beratungsstelle konnte zwei Angebote weiterführen: Schularbeitenhilfe in Heide aufgrund von Zuwendungen des Landes Schleswig-Holstein und Deutschförderunterricht für Migrantenkinder an der Grundschule in Meldorf, der durch Spendenmittel finanziert wurde.

2.3 Treffpunkt in Brunsbüttel-Süd

Einen weiteren Schwerpunkt stellt die Begleitung des Treffpunktes in Brunsbüttel-Süd dar. Nach Auslaufen des vom BVA/BMI geförderten Projektes "Junge Aussiedler kommen von der Straße in das Haus der Jugend", Laufzeit von Juli 1998 bis Juni 2001 konnte der Treffpunkt auf der Südseite als gemeinwesenorientierte Jugendsozialarbeit weitergeführt werden.

Unser Projekt lief im Jahr 2003 aus.  Förderverein und städtische Gremien machen sich stark für weitere pädagogische Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen in Brunsbüttel-Süd.

IV. Stadtteilorientierung und Interkulturelle Öffnung

Die Beratungsstelle des JMD, wie auch die Migrationsberatungsstelle befindet sich in Meldorf. Die Stadt liegt im Zentrum des Kreises und ist von allen Orten leicht zu erreichen.

In Heide und Brunsbüttel, wo besonders viele Migranten leben, wird jeweils einmal in der Woche eine Sprechstunde durchgeführt.

In Brunsbüttel-Süd, wo besonders viele Migranten und sozial schwache Familien leben, wurde der offene Treffpunkt geschaffen. Die Beratungsstelle ist bemüht, den Prozess der interkulturellen Öffnung der Angebote aller relevanten Dienste und Einrichtungen der sozialen Handlungsfelder weiter zu entwickeln.

Es besteht gute Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, einigen Polizeidienststellen, Familien- und Suchtberatungsstellen, Gesundheitsamt, Beratungsstelle für schwangere Frauen usw.

V. Kooperationspartner / Netzwerkarbeit

Auf unsere Initiative hin hat sich der kommunalpräventive Rat in der Stadt Brunsbüttel seit April 2002 als Netzwerk zur Integration etabliert.

siehe weiter Sozialanalyse (hier nicht enthalten)

VI. Öffentlichkeitsarbeit

Es wurden Dienste und Einrichtungen auf die Notwendigkeit interkultureller Öffnung aufmerksam gemacht. Über unseren Jahresbericht und unsere Teilnahme an kommunalpräventiven Räten wurden die Gemeinden auf die Lebenssituation junger MigrantInnen aufmerksam gemacht. Der JMD hat sich mit seiner Lobbyarbeit bei politischen Entscheidungen zur Verbesserung der Lebenssituation der Migranten eingesetzt.

VII. Stellungnahme zum Gender Mainstream in unserer Arbeit

Die Sozialanalyse zeigt, dass der Anteil der Mädchen, die sich an den JMD wandten, etwas höher liegt als die Zahl der Jungen. Wobei von den neu hinzugekommen 57 Jugendliche im Jahre 2003 nur 26 Mädchen (45,6%) sind gegenüber 31 Jungen.

Wir gehen davon aus, dass bei so dicht bei einander liegenden Zahlen der gleichberechtigte Zugang sowohl für Mädchen als auch für Jungen gewährleistet ist. Wir bemühen uns, in allen Aktivitäten, d.h. für uns besonders in der Einzel- und Familienberatungen um eine Berücksichtigung der Geschlechteridentitäten.

VIII. Zusammenfassung und Ausblick

Wie schon oben geschrieben, werden seit September 2003 alle jugendlichen Migranten, die seit diesem Zeitpunkt neu in unseren Kreis kommen, individuell beraten, betreut und begleitet. Es wurden 17 Integrationspläne erstellt; 4 weitere werden in der nächsten Zeit mit den betreffenden Jugendlichen vereinbart.

Falls die sozialpädagogische Begleitung in den Sprachkursen geleistet werden soll, ist dies nur mit einer Personalaufstockung möglich.

In dieser kurzen Zeit hat sich die individuelle Begleitung für die Jugendliche bewährt und hat bei ihnen zur Verbesserung der Integrationschancen geführt (sprachliche, schulische, berufliche und soziale Integration).

Alle Jugendlichen waren mit der Erstellung des Integrationsplanes einverstanden und sehen darin Vorteile für das Entwickeln von Zukunftsperspektiven.

[ adm, 03.02.2007 11:53 ]
[ adm, 29.01.2008 13:33 ]
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