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Diakonisches Werk Dithmarschen
Ev.-Luth. Kirchenkreis Dithmarschen

[MIGRATIONSSOZIALBERATUNG :: Jugendmigrationsdienst]

Jahresbericht 2004

I. Ausgangssituation

1. Räume Ausstattung

Im Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein, ist der Jugendmigrationsdienst ein integraler Bestandteil der Migrationssozialberatungsstelle. Für die Migrationssozialberatungsstelle gibt es im Diakonisches Werk zur Zeit 2 Büroräume, wobei ein Büro mit dem Frauenwerk geteilt wird, in dem anderen Büro sitzen 3 Mitarbeiter zusammen. Für die offene Gruppenarbeit gibt es keinen eigenen Raum, aber es können Gruppenräume anderer kirchlicher Einrichtungen genutzt werden (z.B. der Familienberatungsstelle). Die Migrationssozialberatungsstelle ist mit 2 Computern und Internetanschluss ausgestattet.

2. Klientel

Seit 01.06.2002 greift im Kreis Dithmarschen das Konzept des Landes Schleswig-Holstein zur Integration aller Zuwanderer. Somit ist die Migrationssozialberatungsstelle und das Jugendgemeinschaftswerk (JMD) zu einer Anlaufstelle für alle Migranten geworden. Nur die Asylsuchenden werden weiterhin von einem Mitarbeiter des Kreises Dithmarschen betreut. Über die Zuweisung der Spätaussiedler und ihrer Familienangehörigen werden wir rechtzeitig von dem Vertriebenenamt des Kreises informiert, so dass wir nach der Ankunft der Familien sofort Kontakt zu Ihnen aufnehmen, hauptsächlich durch Hausbesuche. Um die genaue Adresse zu erhalten, nehmen wir auch Kontakt zu jeder Gemeinde auf. Die Arbeit unserer Beratungsstelle wird von den Kommunen und Gemeinden sehr geschätzt, was sich auch durch finanzielle Unterstützung ausdrückt. Auf diesem beschriebenen Weg wurde Kontakt zu allen Jugendlichen aufgenommen, die im Jahr 2004 nach Dithmarschen neu zugewiesen wurden. Ausländer kommen über Mundpropaganda und Flyer, die bei der Ausländerbehörde ausliegen, zu uns.

Im Jahre 2004 wurden dem Kreis 108 Spätaussiedler zugewiesen. Darunter sind 37 Jugendliche im Alter von 12 bis 27 Jahre. Sie unterteilen sich noch wie folgt: 12 bis 16jährige: 7 16 bis 27jährige: 30.

Dazu kommen noch 22 jugendliche Ausländer. Diese teilen sich wie folgt auf: 12 bis 16jährige: 6 16 bis 27jährige: 16.

6 Jugendliche kamen mit deutscher Staatsangehörigkeit nach Deutschland. Diese Gruppe fällt durch die Fördergesetze. Sie hatten weder Anspruch nach SGB III (Sprachkurse von der Bundesagentur für Arbeit) noch nach dem Garantiefonds. Ebenfalls entfällt der Anspruch auf Integrationskurse nach dem Zuwanderungsgesetz ab 2005.

3. Personalsituation der Migrationssozialberatungsstelle

½ Stelle für erwachsene Aussiedler Sabine Kühl ½ Stelle für Ausländer Anja Döhren 1 Stelle für Jugendliche Migranten (JMD) Viktor Schmidt 1 pädag. Hilfskraft für Übersetzungen, Begleitungen Ludmila Lehmann/ (nacheinander für jeweils 6 Monate) Sinaida Rosowa 2 Honorarkräfte für Schularbeitenhilfe 11 Ehrenamtliche

II. Angaben zu Zahl und Struktur der Betreuten

siehe weiter Sozialanalyse (hier nicht enthalten)

III. Schwerpunkte der JMD Arbeit

1. Allgemeine Entwicklung

Auch in unserem Kreis zeigt die Verteilung der Migrantenkinder auf die unterschiedlichen Schulformen ihre deutlich schlechteren Teilhabechancen im Vergleich zu hiesigen Jugendlichen. Daher halten wir die individuelle Begleitung der noch Schulpflichtigen (12-16 Jahre) und ihrer Eltern [Stärkung der Erziehungskompetenz] für auch sehr wichtig. Im Bereich der beruflichen Bildung und Qualifizierung zeigt sich keine Verbesserung der Situation und der Chancen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Daher halten wir die konzeptionell neu vorgesehenen Integrationslotsen für sehr sinnvoll.

Das Hauptproblem sind die nicht ausreichenden Sprachkenntnisse. Nach dem Zuwanderungsgesetz haben alle Migranten mit dauerhaften Aufenthaltsstatus Anspruch auf einen Integrationskurs (Ausnahme wiederum sind Migranten mit deutscher Staatsangehörigkeit). Aber nach unserer Einschätzung sind 630 Stunden für die jugendlichen Migranten viel zu wenig. Vorher hatten die meisten 12 bis 18 Monaten Sprachunterricht über SGB III und den Garantiefonds erhalten. Dieses ist bei einigen noch nicht einmal ausreichend gewesen, um eine Ausbildung oder Arbeit aufzunehmen.

Welche tatsächlichen Auswirkungen die im SGB II gesetzlich vorgesehene Versorgung der Jugendlichen bis 26 Jahre mit Arbeit oder Ausbildung bleibt erst mal abzuwarten.

2. Darstellung der verschiedenen Schwerpunkte

2.1 Einzelfallbegleitung durch das Verfahren des Case Managements

Im Jahre 2004 wurden 19 Jugendliche (10 Mädchen und 9 Jungen) im Rahmen des Case Managements intensiv betreut. Die individuelle Begleitung und die Gruppenarbeit in diesem Zusammenhang hat sich für die Jugendlichen sehr bewährt und hat bei ihnen zur Verbesserung der Integrationschancen geführt (in sprachlicher, schulischer, beruflicher und sozialer Hinsicht). Im Rahmen der Gruppenarbeit wurden im Laufe des Jahres Veranstaltungen zu folgenden Themen organisiert: 

  • Versicherungen in Deutschland 
  • Berufsberatung und Arbeitsvermittlung über die Agentur für Arbeit
  • Weiterbildung und Fortbildung 
  • Arbeitslosengeld II 
  • Zuwanderungsgesetz.
2.2 Schularbeitenhilfe in Heide und Deutschförderunterricht in Meldorf

Die Beratungsstelle konnte zwei Angebote weiterführen: Schularbeitenhilfe in Heide aufgrund von Zuwendungen des Landes Schleswig-Holstein im ersten Halbjahr 2004, was wir im zweiten Halbjahr durch Spendenmittel fortsetzen konnten und Deutschförderunterricht für Migrantenkinder an der Grundschule in Meldorf, der alleine durch Spendenmittel finanziert wurde.

IV. Stadtteilorientierung und Interkulturelle Öffnung

Die Beratungsstelle des JMD, wie auch die Migrationsberatungsstelle sind in Meldorf angesiedelt. Die Stadt liegt im Zentrum des Kreises und ist von allen Orten leicht zu erreichen. In Heide und Brunsbüttel, wo besonders viele Migranten leben, wird jeweils einmal in der Woche eine Sprechstunde durchgeführt. In Brunsbüttel-Süd, wo besonders viele Migranten und sozial schwache Familien leben, besteht der vom JMD initiierte Mädchen- und Jungentreff weiterhin. Die Beratungsstelle ist bemüht, den Prozess der interkulturellen Öffnung der Angebote aller relevanten Dienste und Einrichtungen der sozialen Handlungsfelder weiter zu entwickeln. Es besteht gute Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, einigen Polizeidienststellen, Familien- und Suchtberatungsstellen, Gesundheitsamt, Beratungsstelle für schwangere Frauen usw.

V. Kooperationspartner / Netzwerkarbeit

Die Sprachkursträger, die in unserem Kreis Sprachkurse nach SGB III angeboten haben (es gab bei uns vier: die Volkshochschule Heide und der Verein der Volkshochschulen - VHS -, die Deutsche Angestellten Akademie - DAA -, die Wirtschaftsakademie - WAK -) haben sich auch für die Durchführung von Integrationskursen beworben. Eine Zulassung ist erfolgt. Um weiterhin im Landkreis die Kurse vernünftig durchzuführen, haben sich die Sprachkursträger an die Migrationssozialberatung gewandt und gebeten, dass von dort die Koordination übernommen wird. Es ist vereinbart worden, sich regelmäßig zu treffen, um die Organisation und Durchführung der Integrationskurse vorzubereiten. Zu diesen Veranstaltungen wurden der Integrationsbeauftragter des Kreises, der Agentur für Arbeit und des Leistungszentrums für Arbeit und Soziales eingeladen. So konnten rechtzeitig Flyer mit Einstufungsterminen vorbereitet werden. Auf unsere Initiative hin wurde die Arbeit des kreisweiten "Runden Tisches der Menschlichkeit" wieder belebt. Er soll als ein "Netzwerk zur Integration von MigrantInnen in Dithmarschen" im Jahre 2005 aktiv sein. Es werden gemeinsame Veranstaltungen organisiert und durchgeführt.

Die weiter angebotene Sprachstunde in Brunsbüttel wird in den Räumlichkeiten der VHS angeboten.

VI. Öffentlichkeitsarbeit

Es wurden Dienste und Einrichtungen auf die Notwendigkeit interkultureller Öffnung aufmerksam gemacht. Über unseren Jahresbericht und unsere Teilnahme an kommunalpräventiven Räten wurden die Gemeinden auf die Lebenssituation junger MigrantInnen aufmerksam gemacht. Der JMD hat sich mit seiner Lobbyarbeit bei politischen Entscheidungen zur Verbesserung der Lebenssituation der Migranten eingesetzt.

VII. Stellungnahme zum Gender Mainstream in unserer Arbeit

Die Sozialanalyse zeigt, dass der Anteil der Jungen, die sich an den JMD wandten, etwas höher lag als die Zahl der Mädchen. Dies entspricht nicht der Mädchenquote von 61,6% bei den neuhinzugekommenen Jugendlichen (40 Mädchen und 25 Jungen).

Wir gehen jedoch davon aus, dass bei so dicht bei einander liegenden Zahlen der gleichberechtigte Zugang sowohl für Mädchen als auch für Jungen gewährleistet ist. Wir bemühen uns, in allen Aktivitäten, d.h. für uns besonders Einzel- und Familienberatungen, um eine Berücksichtigung der Geschlechteridentitäten.

VIII. Zusammenfassung und Ausblick

Wie aus der 2. JMD-Statistik hervorgeht, arbeiten wir mit neu zugewanderten Jugendlichen, aber die Zahl der Jugendlichen, die schon länger als 3 Jahre in Deutschland wohnen und sich an das JMD gewandt haben, ist erheblich. Es handelt sich um insgesamt 65%. Dies widerlegt die Aussage, dass die Jugendlichen nach 3 Jahren integriert sind und keine Unterstützung mehr brauchen.

Mit dem Inkrafttreten des Zuwanderungsgesetzes und der damit einhergehenden Umsetzung des Integrationskurskonzeptes wird uns durch das BMFSFJ im geänderten Rahmenkonzept nun der Auftrag für die sozialpädagogische Begleitung der Jugendlichen KursteilnehmerInnen übertragen.

Für die jungen Zugewanderten ist es zweifellos sinnvoll, wenn ihr Weg durch eine Stelle kontinuierlich begleitet und unterstützt wird, und die begleitenden Akteure zum Austausch miteinander verpflichtet sind.

Ich wünsche mir allerdings, dass dies durch die auftraggebenden und verantwortlichen Stellen entsprechend öffentlich gemacht wird, sodass klar wird, welchen Auftrag die JMD´s haben. Wie z.B. das Schreiben des Bundeswirtschaftsministeriums an die Bundesagentur für Arbeit. Dazu gehört nachfolgend auch eine Stellenaufstockung. Anderenfalls werden wir uns in der Fülle der Aufgabenstellungen und Anforderungen, die im Rahmenkonzept und den Grundsätzen formuliert und fest geschrieben sind, verzetteln und nur schlechte, lückenhafte Ergebnisse liefern können.

Viktor Schmidt,
Diplom Sozialpädagoge

[ adm, 03.02.2007 12:04 ]
[ adm, 29.01.2008 13:32 ]
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