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Diakonisches Werk Dithmarschen
Ev.-Luth. Kirchenkreis Dithmarschen

[MIGRATIONSSOZIALBERATUNG :: Jugendmigrationsdienst]

Jahresbericht 2005

I. Ziele und Schwerpunkte

Die Hauptziele der Arbeit des JMDs im vergangenen Jahr waren:

  • Verbesserung der Integrationschancen jugendlichen Migranten (sprachliche, schulische, berufliche und soziale Integration),
  • Förderung der Partizipation junger Migrantinnen und Migranten in allen Bereichen des sozialen, kulturellen und politischen Lebens.

Um diese zu erreichen, standen im Mittelpunkt der Arbeit des JMDs:

1. Individuelle Integrationsförderung

Ziel der Integrationsbegleitung ist es, den Integrationsprozess bei neuzugewanderten Jugendlichen frühzeitig zu initiieren, zu steuern und zu begleiten:

  • Erstberatung und Aufbau einer Vertrauensbasis
  • Einzelfallbearbeitung nach dem Case Management
  • Erstellung von Förderplänen
  • Orientierung in der neuen Umgebung
  • Hilfe bei der Auswahl von Sprach- und Integrationskursen
  • Beratung zur schulischen, beruflichen und gesellschaftlichen Integration
  • Vorbereitung der Anerkennung ausländischer Bildungsnachweise
  • Motivation zu Eigeninitiative und Einüben eines in Deutschland selbstverständlichen Eigenhandels
  • Stärkung des Selbstbewusstseins und Selbstvertrauens
  • Unterstützung beim Bilden einer eigenen Identität
  • Konfliktbewältigung
  • Hilfe bei persönlichen und familiären Problemen

Insgesamt kamen im Jahre 2005 395 Jugendliche zur Beratung, davon 200 Mädchen und 195 Jungen. Diese Zahlen zeigen, dass der gleichberechtigte Zugang zur Beratung sowohl für Mädchen als auch für Jungen gewährleistet ist. 

2.  Beratungsangebote für junge Menschen mit Migrationshintergrund,

die wegen integrationsbedingter Problemen oder Krisensituationen der besonderen Förderung bedürfen.

Im Jahre 2005 wurden insgesamt 41 Jugendliche nach dem Case Management Verfahren individuell betreut. 10 von ihnen, die noch vor 2003 eingereist sind, wurden bei integrationsbedingten Problemen und Krisensituationen beraten und betreut.
Es wurden 75 Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren beraten.

Auch in unserem Kreis zeigt die Verteilung der Migrantenkinder auf die unterschiedlichen Schulformen ihre deutlich schlechteren Teilhabechancen im Vergleich zu hiesigen Jugendlichen. Daher halten wir die individuelle Begleitung der noch Schulpflichtigen (12-16 Jahre) und ihrer Eltern (Stärkung der Erziehungskompetenz) auch für sehr wichtig.

3.  Gruppenangebote für jugendliche Migranten

Gruppenangebote unterstützen das Case Management und fördern die individuelle Zielerreichung während der Integrationskurse, der Ausbildung, der Maßnahmen der Jugendberufshilfe und der schulischen Bildungsangebote. Sie fördern das soziale Lernen und das Selbsthilfepotenzial der Jugendlichen.

An den Gruppenangeboten haben insgesamt 624 Jugendliche teilgenommen, davon 310 Mädchen und 314 Jungen. 

Diese Zahlen zeigen, dass der gleichberechtigte Zugang sowohl für Mädchen als auch 
für Jungen gewährleistet ist.

Wir bemühen uns die Gruppenangebote geschlechterspezifisch durchzuführen und in allen Aktivitäten die Geschlechteridentitäten zu berücksichtigen 

4.  Vermittlung in Angebote für zugewanderte junge Menschen

im örtlichen Netzwerk und Mitarbeit bei der Weiterentwicklung dieser Netzwerke

Abgestimmte Zusammenarbeit zwischen allen im Integrationsprozess beteiligten Personen und Institutionen (ARGE, Leistungszentren, Sprachkursträger usw.).
Empfehlung von passgenauen Angeboten (Integrationskurse, berufsvorbereitende Maßnahmen, Ausbildung, Freizeit und Präventionsmaßnahmen, Praktika usw.).

In einer guten Zusammenarbeit mit oben genannten Akteuren konnten noch im Oktober 2005 24 Jugendliche Migranten in verschieden Berufsorientierungs- und Berufsvorbereitungsmaßnahmen untergebracht werden.

II. Aktivitäten (Umsetzung)

  • Kurse (Endverbraucher)
    Alle neuzugewanderten Jugendliche und auch Bestandsausländer erhielten Informationen über die Integrationskurse und Einstufungstests.
    Wir haben uns in allen beginnenden Integrationskursen vorgestellt. Kooperationsvereinbarungen mit den Sprachkursträgern wurden abgeschlossen, so dass wir die sozialpädagogische Betreuung auch während des Besuchs der Kurse gewährleisten. 
    Spezielle Integrationskurse für Jugendliche wurden im Jahre 2005 im Kreis Dithmarschen nicht durchgeführt.
    Insgesamt wurden 5 Integrationskurse und ein Sprachkurs von der Bundesagentur für Arbeit durchgeführt.
    An diesen haben 43 jugendliche Migranten teilgenommen.
    An den Standorten der Sprachkurse befindet sich entweder die Beratungsstelle (Meldorf) oder es werden im gleichen Ort (Heide, Brunsbüttel) wöchentliche Sprechstunden angeboten. Bei Bedarf führen wir auch Hausbesuche durch.
  • Fortbildungen (Mitarbeiter/Multiplikatoren)
    Der Leiter des JMD hat die Fortbildung „Qualifizierung 2004“ erfolgreich abgeschlossen.
    Im Oktober 2005 hat er mit dem Vertiefungsseminar Case Management begonnen.
    Die Standards werden in der täglichen Arbeit umgesetzt.
  • Veröffentlichungen / Dokumentation / Information
    Es wurden im JMD-Portal die Öffnungszeiten, die Angebote und die Kooperationspartner des JMDs präsentiert.
    Auf der Webseite „www.diakonisches-werk-dithmarschen.de“ wird die Arbeit des JMDs in zwei Sprachen (deutsch/russisch) dargestellt.
    Für alle neu zugewanderte Jugendliche gibt es eine Informationsbroschüre „Wie man sich in Dithmarschen zurecht findet“.
  • Personaleinsatz (quantitativ und qualitativ)
    Beratung
    Im vergangenen Jahr wurden vom JMD Leiter insgesamt 395 Jugendliche beraten und betreut.
    266 (67,3%) von diesen 395 Jugendlichen leben bereits länger als drei Jahre in Deutschland.
    Dies bestätigt erneut unsere Erfahrung, dass innerhalb von drei Jahren bei den meisten Jugendlichen die Integration noch nicht erfolgreich abgeschlossen ist.
  • fachliche Interessenvertretung:
    Der JMD Leiter ist Mitglied im Fachausschuss Migration im Diakonischen Werk Schleswig-Holstein. Die Leiterin der Migrationssozialberatung vertritt die Interessen von Migranten im Jugendhilfeausschuss des Kreises.
  • Kooperation (innen – außen):
    Es wird eng mit den Mitarbeitern der Migrationsberatungsstelle des Diakonischen Werkes zusammengearbeitet.
    Daher kann auch Urlaubs- und Krankheitsvertretung gewährleistet werden.
    Es werden auch gemeinsame Teamsitzungen und Supervisionen durchgeführt. Auch die Öffnungszeiten sind damit gesichert. Montags, dienstags und mittwochs von 8.00 bis 16.00 Uhr und donnerstags und freitags von 8.00 bis 12.30 Uhr. 
    Es wird auch mit den anderen Beratungsstellen des Diakonischen Werkes Dithmarschen eng zusammengearbeitet (z. B. Suchtberatung, Familienberatungsstelle u.a.).
    Der kommunalpräventive Rat der Stadt Brunsbüttel ist ein Netzwerk der Integration für die Stadt. Hier arbeiten wir aktiv mit.
    Im Rahmen der Migrationssozialberatung arbeiten wir eng mit den Sprachkursträgern vor Ort zusammen.
    Die Zusammenarbeit mit der Arge und den Leistungszentren ist im Einzelfall durchaus erfolgreich. Strukturell gesehen ist sie noch im Entstehen, z. B wurden wir bisher noch nicht zu den Jugendkonferenzen eingeladen.
    Eine gute Zusammenarbeit gibt es mit dem Projekt „OWI-Westküste“.
  • Konzeptentwicklung:
    Die Umstellung auf das Verfahren des Case Management hat uns im Berichtsjahr sehr beansprucht. Es profitieren die Jugendlichen, die neu kommen und die ins Case Management aufgenommen werden können. Gewisse Schwierigkeiten entstehen für diejenigen, die schon länger in Deutschland und auf einem guten Weg der Integration sind, jedoch Hilfestellungen bei einzelnen Fragen bedürfen. Aufgrund der langjährigen Arbeit aller Mitarbeitenden im 
    Migrationsbereich und des sehr guten Rufes der Diakonie, wenden sich diese Menschen auch mit vielfältigen Fragen an uns und wir möchten ihnen auch weiterhin helfen.

III. Erfahrungen und Ergebnisse

Wie aus der 3. JMD-Statistik hervorgeht, arbeiten wir intensiv mit neu zugewanderten Jugendlichen, aber die Zahl der Jugendlichen, die schon länger als 3 Jahre in Deutschland leben und sich an das JMD gewandt haben, ist erheblich. Es handelt sich um insgesamt 67,3%. Dies widerlegt die Aussage, dass die Jugendlichen nach 3 Jahren integriert sind und keine Unterstützung mehr brauchen.

Wie schon oben berichtet wurde, finden wir auch die individuelle Begleitung der noch schulpflichtigen Mitgrantenjugendlichen (12-16 Jahre) für sehr wichtig.
Für die Gruppenangebote gibt es keine zusätzliche Mitteln und das ist sehr schade, da die Gruppenangebote das Case Management unterstützen und die individuelle Zielerreichung fördern.

Die vielen Gruppenangebote konnten wir nur Dank des Projektes „OWI-Westküste“ durchführen.
Persönliche Ansprache und persönliche Bindung sind sehr wichtig für das Case Managementverfahren.
Und nach unseren Erfahrungen kann man durch Hausbesuche ein besseres Vertrauensverhältnis zur Familien und speziell auch zu den Jugendlichen aufbauen.
Integration scheitert oft an den Rahmenbedingungen (zu wenig Ausbildungs- und Arbeitsplätze).

IV. Schlussfolgerungen und Perspektiven

Mit dem Inkrafttreten des Zuwanderungsgesetzes und der damit einhergehenden Umsetzung des Integrationskurskonzeptes wird uns durch das BMFSFJ im geänderten Rahmenkonzept nun der Auftrag für die sozialpädagogische Begleitung der Jugendlichen KursteilnehmerInnen übertragen.

Für die jungen Zugewanderten ist es zweifellos sinnvoll, wenn ihr Weg durch eine Stelle kontinuierlich begleitet und unterstützt wird, und die begleitenden Akteure zum Austausch miteinander verpflichtet sind.

Ich wünsche mir allerdings, dass dies durch die auftraggebenden und verantwortlichen Stellen entsprechend öffentlich gemacht wird, so dass klar wird, welchen Auftrag die JMD´s haben. Wie z.B. die „Gemeinsame Handlungsempfehlungen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales bezüglich der Schnittstellen und der Aufgabenverteilung zwischen dem JMD und den Leistungsträgern nach SGB II/III“.
Dazu gehört nachfolgend auch eine Stellenaufstockung. Anderenfalls werden wir uns in der Fülle der Aufgabenstellungen und Anforderungen, die im Rahmenkonzept und den Grundsätzen formuliert und fest geschrieben sind, verzetteln und nur schlechte, lückenhafte Ergebnisse liefern können.

V. Darstellung des bisherigen Umbaues der JGW zu JMD

Das JGW wurde in JMD umbenannt. Da aber der JMD ein integraler Bestandteil der Migrationssozialberatungsstelle ist, werben wir nicht offensiv mit dem Namen JMD.
In unseren Informationsblätter und auf den Flyern wird die Beratung für Jugendliche ausgewiesen.

Die Öffnung des JMD bezüglich der Zielgruppen schreitet weiter voran: der Prozentsatz der AusländerInnen ist weiter gestiegen und beträgt bei den Neuzugängen 35,5%.

[ adm, 03.02.2007 12:10 ]
[ ep, 19.11.2009 11:33 ]
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