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Diakonisches Werk Dithmarschen
Ev.-Luth. Kirchenkreis Dithmarschen

[MIGRATIONSSOZIALBERATUNG :: Migrationssozialberatung]

Jahresbericht 2002

Seit Sommer 2002 konnte die "Beratungsstelle für Spätaussiedler und ausländische Flüchtlinge" Dank weiterer Zuwendungen durch das Land Schleswig-Holstein erweitert werden zur "Migrations-Sozialberatungsstelle". Damit liegt ein Gesamtkonzept zur Beratung aller Migranten im Kreis Dithmarschen vor. Die personelle Ausstattung besteht aus drei Sozialarbeiterstellen, besetzt mit vier Personen, sowie eine weitere Stelle nach § 19 BSHG (Arbeit statt Sozialhilfe). Die Aufgaben bleiben aufgeteilt zwischen dem Kreis - Beratung und Betreuung von Asylsuchenden - und der Diakonie - Beratung aller anderen Migranten. Die Mitarbeiter arbeiten in enger Abstimmung miteinander. Finanziert wird diese Integrationsarbeit durch den Bund mit Mitteln des Kinder- und Jugendplanes (KJP), das Land Schleswig-Holstein, den Kreis Dithmarschen, die Kirchspielslandgemeinden im Kreis, Kirchensteuermittel und Spenden der Betreuten selber.

Im weiteren beschränkt sich dieser Jahresbericht rein auf die Tätigkeit der Migrations-Sozialberatungsstelle im Diakonischen Werk Dithmarschen.

Die Zahl der neu zugewiesenen Spätaussiedler hat sich weiter verringert (im Kreis Dithmarschen 160 in 2002 und 187 in 2001). Die Arbeit der Beratungsstelle hat sich jedoch massiv erweitert nicht zuletzt aufgrund des erweiterten Klientels. Es wurden über 3100 Beratungsgespräche geführt davon 767 im Rahmen von Hausbesuchen.

Dabei erreichte die Beratungsstelle über 2000 (2029) Menschen in ca. 650 Familien.

Diese Aufgabe wurde bewältigt von drei Personen auf zwei Vollzeitstellen, alle SozialpädagogInnen/-arbeiterInnen. Sabine Kühl nimmt Leitungsaufgaben war,Viktor Schmidt legt seinen Schwerpunkt auf jugendliche Migranten, Anja Döhren berät hauptsächlich Ausländer. Zusätzlich ist Ekatherina Troubnikova tätig, als Hilfe bei Behördengängen und sprachlichen Schwierigkeiten. Weiterhin können wir uns auch auf Antje Müller und Friedel Uffhausen verlassen, die hoch professionell und engagiert ehrenamtlich in der Unterstützung von Ausländern tätig sind.

Die Erweiterung der Beratungstätigkeit auch für Ausländer wurde bereits längere Zeit angestrebt und wird auch weiterhin als sinnvoll angesehen wegen sich ergebender Synergieeffekte. Insgesamt muss jedoch gesagt werden, dass der Umfang der Beratungstätigkeit, die Schwere der Probleme und die Menge der Klienten sich über die Grenze des Leistbaren hinaus bewegt.

Als ein weiterer erschwerender Faktor für Klientel und BeraterInnen kam die Diskussion um das nun doch nicht in Kraft getretene Zuwanderungsgesetz hinzu. Die Verunsicherung über die neuen Regelungen bezüglich Sprach- und Integrationskursen war für die Integration nicht förderlich.

Die Beratungsstelle konnte auch weiterhin zwei Angebote weiterführen: Schularbeitenhilfe in Heide aufgrund von Zuwendungen des Landes Schleswig-Holstein und Deutschförderunterricht für Migrantenkinder an der Grundschule in Meldorf, finanziert durch Spendenmittel.

Ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit lag in Brunsbüttel. Nach Auslaufen des vom BVA/BMI geförderten Projektes "Junge Aussiedler kommen von der Straße in das Haus der Jugend" (Laufzeit von Juli 1998 bis Juni 2001) konnte der Treffpunkt auf der Südseite als Gemeinwesen-orientierte Jugendsozialarbeit weitergeführt werden, stark unterstützt von einem Förderverein und den städtischen Gremien -- so etablierte sich der kommunalpräventive Rat in der Stadt Brunsbüttel seit April 2002 auf unsere Initiative hin als Netzwerk zur Integration. Unter Vorsitz des Bürgermeisters und mit Geschäftsführung durch die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt versammeln sich alle zwei Monate Vertreter von allen Schulen vor Ort, allen in die Stadtvertretung gewählten Parteien, den Kirchengemeinden, dem Jugendamt, dem Arbeitsamt, der örtlichen Polizei, der Familienberatungsstelle, dem Kinderschutzbund, dem Haus der Jugend, dem Diakonischen Werk /Jugendgemeinschaftswerk inklusive Projekt Südseiten-Treff, Migranten, örtlichen Initiativen und ortsansässigen Betrieben. Auch die Bürgervorsteherin nimmt regelmäßig teil.

Inhalte und Ziele: Im Mittelpunkt steht der regelmäßige Austausch über die Situation in Brunsbüttel, um Probleme schon im Vorfeld zu erkennen und präventive Maßnahmen zu planen. Dabei werden wichtige Themen durch auch auswärtige Referenten vertieft und der Dialog mit Politikern sowohl auf Landes- als auch Bundesebene gepflegt.

Um das gute Miteinander von Einheimischen und Migranten zu fördern, werden regelmäßig interkulturelle Feste durchgeführt. Zur Information der Bevölkerung werden öffentliche Veranstaltungen organisiert. Regelmäßiger Tagesordnungspunkt ist ein Bericht vom Projekt "Südseiten-Treff". Ziel ist es in diesem benachteiligten Stadtteil eine feste Anlaufstelle für alle Kinder und Jugendlichen dauerhaft zu etablieren.

Um den Migranten lange Fahrwege zu ersparen etablierten wir zusätzlich zu unserer wöchentlichen Sprechstunde in Heide eine weitere ebenfalls wöchentliche Sprechstunde in Brunsbüttel, so dass wir nunmehr an drei Orten regelmäßig anzutreffen sind. Der Zulauf zu beiden Sprechstunden ist sehr groß.

Zum Ende des Jahres konnten wir uns beim Arbeitsamt und beim Kreis dafür einsetzen, dass der kleine Berg an Förderungsberechtigten nach dem SGB III und dem Garantiefonds noch in 2002 abgearbeitet wurde und entsprechende Sprachkurse zustande kamen. Durch das erwartete Zuwanderungsgesetz war hier eine gewisse Unsicherheit eingetreten. Für uns war die Etablierung nach altem Recht erstrebenswert, weil das Zuwanderungsgesetz erhebliche Verschlechterungen zum bisherigen Garantiefonds für Jugendliche vorgesehen hätte und wir von großen Unsicherheiten im Bereich der Erwachsenen ausgehen mussten.

Durch die Erweiterung des Klientels der Beratungsstelle auf alle Migranten wurden die MitarbeiterInnen mit veränderten Problemlagen konfrontiert. Den Umgang der Öffentlichkeit und der Behörden mit Spätaussiedlern gewohnt, mussten wir zunächst die ungleich schwierigeren Bedingungen für Ausländer kennen lernen: z.B. öfter schlechte Wohnverhältnisse oder die Schwierigkeiten eine Arbeitserlaubnis zu erhalten.

Häufig ging es um Menschen, deren Bleiben in Deutschland sehr unsicher war. Die Schicksale, denen wir dabei begegneten, hatten immer wieder eine hohe Dramatik, weil Menschen - nachvollziehbar für sich - eine Rückkehr ausschlossen oder aufgrund von körperlichen oder psychischen Krankheitssituationen, inklusive Traumatisierung, auch von den BeraterInnen nicht in Erwägung gezogen werden konnten. Eine Beratung so am Rande der Existenz für Menschen erfordert eine hohe Professionalität und gute Möglichkeiten der Reflexion durch zumindest kollegialen Austausch. Um Menschen, die durch Flucht und Migration stark psychisch belastet sind, wenigstens punktuell eine Auffangmöglichkeit anzubieten, gründeten wir zusammen mit der Brücke Dithmarschen einen vierzehntägigen Treffpunkt in Heide, als ein offenes Angebot. Hier treffen sich regelmäßig zwischen 10 und 20 Menschen. Auf dieser Grundlage war es möglich in Heide einen Informationsabend über Flüchtlinge in Dithmarschen, ihre Lebenssituation und einer rechtlichen Einordnung zu veranstalten. Alle Beteiligten Ausländer und Inländer wurden durch diesen Abend bereichert.

Die Planung zu einer Informationsveranstaltung über das Zuwanderungsgesetz wurde von den Ereignissen überholt.

Die Arbeit mit den Spätaussiedlern hat sich im Berichtszeitraum nicht sehr verändert. Nach wie vor zielt die Erstberatung der neu zugewiesenen Familien darauf ab, sie in die sozialen und gesellschaftlichen Systeme in Deutschland einzuführen. Als ein Beispiel sei hier nur das Verfahren zur Kontoklärung bei den deutschen Rentenversicherungen genannt. Die schlechten Perspektiven für zurückgelassene Verwandte sind für viele Familien ein psychisch belastender Faktor geworden.

Meldorf im März 2003
Sabine Kühl, Anja Döhren, Viktor Schmidt

[ adm, 03.02.2007 13:40 ]
[ adm, 03.02.2007 13:42 ]
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