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Diakonisches Werk Dithmarschen
Ev.-Luth. Kirchenkreis Dithmarschen

[MIGRATIONSSOZIALBERATUNG :: Migrationssozialberatung]

Jahresbericht 2009

Jahreslosung 2009: „Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.“ (Lukas 18,27)

Die personelle Situation in der Migrationssozialberatungsstelle hat sich im Jahr 2009 zeitweise verändert. Die Diplom-Sozialpädagogin Anja Döhren arbeitete im Januar auf einer 100% Stelle in der Migrationssozialberatung. Der Diplom-Sozialpädagoge Viktor Schmidt war weiterhin auf einer vollen Stelle im Jugendmigrationsdienst tätig. Natalia Jutschkov arbeitet als sozialpädagogische Hilfskraft im Rahmen einer MAE-Maßnahme bei uns seit Oktober 2008. Vom 17.04.2009 bis zum 02.10.2009 übernahm Frau Jutschkow die Krankheitsvertretung für Frau Döhren, die ab dem 05.03.2009 aufgrund eines Arbeitsunfalls arbeitsunfähig war und erst am 10.08.2009 die Arbeit in Form einer zweimonatigen Einarbeitungsphase teilweise wieder aufnehmen konnte. 
Die Lehrerin Antje Müller engagierte sich weiterhin ehrenamtlich in der Betreuung einzelner Familien und durch zweimal monatlich stattfindenden abendliche Sprechstunden für Flüchtlinge. Auch die ehrenamtliche Unterstützung der Diplom-Psychologin Sylvia Pögel blieb uns erhalten, die sich wie bisher für traumatisierte Flüchtlinge einsetzte.

Im Berichtszeitraum 2009 wurden 645 Personen beraten, davon waren 173 Jugendliche im Alter von 16 bis 27 Jahren. Insgesamt wurden 2.913 Beratungsgespräche durchgeführt. Die Anzahl der in diesem Jahr neu Zugewanderten, die unsere Beratungsstelle erstmals aufsuchten, belief sich dabei auf 51 Personen. Die ermittelten Zahlen beruhen auf unsere interne Beratungsstatistik (JMD und MSB). Durch das Verfahren des Case Managements zur Integrationsförderung wurden im Laufe des Jahres 35 Jugendliche und 55 Erwachsene betreut.
Die Beratungsgespräche fanden hauptsächlich in unseren Büros des Johann-Hinrich-Wichern-Hauses statt. In Ausnahmefällen wurden aus gegebenem Anlass auch Hausbesuche gemacht wie z.B. bei Erkrankung eines Betroffenen zur Klärung einer Krisensituation, wenn dieser nicht in die Beratungsstelle kommen konnte. Weiterhin wurden offenen Sprechstunden einmal wöchentlich in Heide und Brunsbüttel durchgeführt.

Regelmäßig fanden alle 14 Tage unsere Teamsitzungen statt, in denen alle Neuerungen, Planungen aber auch spezielle Einzelfälle in der Beratungsarbeit besprochen werden.
Einmal im Monat nahm unsere ehrenamtliche Mitarbeiterin Antje Müller ebenfalls an den Sitzungen teil.

Im Berichtszeitraum 2009 nahmen wir an einer Fortbildung zum Zuwanderer-Integrations-Management, einer zum Sozialrecht für Flüchtlinge und an einer Fortbildung zur Familienzusammenführung und zum Freizügigkeitsrecht teil.

Die seit Januar 2008 eingeführte Landesstatistik zur Datenerhebung des ZIM (Zuwanderer-Integrations-Management) brachte weiterhin großen Arbeitsaufwand mit sich, zumal das Programm im Sommer nochmals überarbeitet wurde. Bei dem neu eingeführten Online-Programm traten allerhand Fehler auf, die bis zum Jahresende nicht behoben wurden.
Ein großer Nachteil dieses neuen Systems ist zudem, dass sich die Daten für uns als Beratungsstelle nicht auswerten lassen. Dies verhindert eine eigene sinnvolle Reflexion anhand der Daten und macht diese Form der Erhebung für unsere Arbeit unbrauchbar. Außerdem konnten wir nicht, wie eigentlich geplant, in diesem Jahr überprüfen, ob die Zahlen mit unserem internen Erhebungssystem übereinstimmen.
   
Beratungen in Krisensituationen (multiple und singuläre) machten weiterhin einen großen Anteil der Beratungsarbeit aus. Dabei handelt es sich größtenteils um den Personenkreis der Altzuwanderer mit gesichertem Aufenthalt mit verschieden migrationsbedingten Problemlagen. Einen großen Zuwachs gab aber auch an Beratungen von Zuwanderern aus den neuen EU-Ländern.

Im Kreis Dithmarschen leben immer noch viele Menschen mit ungesichertem Aufenthaltsstatus, die den Weg in unsere Beratungsstelle finden. Besonders betroffen macht uns hierbei  nach wie vor die Situation von Jugendlichen, deren Ausbildungsdungsmöglichkeiten dadurch weitgehend versperrt sind und denen somit die Chance einer angemessenen Zukunftsperspektive versagt bleibt. Auch wenn der Zugang von jugendlichen Geduldeten zum Arbeitsmarkt erleichtert wurde, so sind die entsprechenden staatlichen Förderungsmöglichkeiten für die Betroffenen nicht zugänglich. Die Beratung von Menschen mit ungesichertem Aufenthaltsstatus sehen wir weiterhin als wichtigen Bestandteil unserer Arbeit an.
Häufig sind umfangreichere Begleitungen und Interventionen nötig, um den Betroffenen zu einem menschenwürdigen Leben und/oder dem ihnen zustehenden Bleiberecht zu verhelfen.
Die Rückstufung der Sozialleistungen auf eingeschränkte Sozialleistungen nach §3 Asylbewerberleistungsgesetz nach Gesetzesänderung im Jahr 2008, brachte dabei für die Betroffenen zusätzliche Probleme mit sich.

Im Laufe des Jahres konnten wir wieder unterschiedliche Informationsveranstaltungen durchführen.

Im Mai beteiligten wir uns an einer Ausstellungseröffnung im Museum Lüttenheid in Heide. Diese wurde in Zusammenarbeit mit dem Frauenwerk, den Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Heide und des Kreises Dithmarschen, der Volkshochschule, Contra Schleswig-Holstein, der Fachhochschule Westküste und anderen vorbereitet. Gezeigt wurde die Ausstellung „Zwei in eins“, in der Frauen aus Rendsburg über ihre Migrationshintergründe und ihr Leben berichten. Ergänzt wurde diese durch unsere Ausstellung über Migrantinnen aus Dithmarschen. Auf der Eröffnungsveranstaltung stellten sich einige der Dithmarscher Migrantinnen mit einem kleinen Programm persönlich vor.

In Zusammenarbeit mit der Kompetenzagentur Dithmarschen wurden im Mai jeweils eine Informationsveranstaltung für Jugendliche Migrantinnen und Migranten in Brunsbüttel, Meldorf und Heide vorbereitet und durchgeführt. Jugendliche Schülerinnen und Schüler im letzten Schuljahr wurden über Ausbildungsmöglichkeiten informiert. Dabei waren einige Jugendliche eingeladen, die über ihren eigenen beruflichen Werdegang in Schule, Ausbildung oder Studium berichteten.   

Im Rahmen der Zusammenlegung der beiden Kirchenkreise Norder- und Süderdithmarschen fand im Juli ein Fest in Büsum statt. Die Migrationssozialberatungsstelle beteiligte sich mit einem Informationsstand und der Organisation einer musikalischen Begleitung durch einen russischen Chor.

Zum Tag des Flüchtlings 2009 fand im Oktober bei uns im Johann-Hinrich-Wichern-Haus in Meldorf ein Afrikanischer Abend statt. Für die Vorbereitungen konnten wieder viele ehrenamtliche Helferinnen, sowohl Migrantinnen und Migranten als auch Hiesige gewonnen werden. Neben einem Vortrag über Togo und einer Ausstellung von Künstlern mit Migrationshintergrund gab es ein vielseitiges Programm mit Musik,  Informationen, Spiele für Kinder und natürlich auch kulinarischen Köstlichkeiten. Der Abend bot vielfältige Begegnungsmöglichkeiten für die zahlreichen Besucherinnen und Besucher aller Nationen und Generationen.

Im Dezember gestalteten wir in unserem Hause ein Fest für Jugendliche. Daran beteiligten sich ca. 20 Jugendliche im Alter von 16 bis 27 Jahren. Geboten wurde unter anderem ein kleines Konzert einer armenisch-deutschen Hip Hop Band. Technische Unterstützung erhielten wir vom „Offenen Kanal“ für den auch ein kleiner Bericht aufgezeichnet wurde. 

Der Treffpunkt für Migrantinnen und Migranten als gemeinsames niedrigschwelliges Angebot der Begegnung und Beratung in Zusammenarbeit mit der Brücke Dithmarschen wurde auch im Jahr 2009 erfolgreich weitergeführt. Einmal monatlich fanden Treffen in Heide mit verschiedenen Aktionen statt. Zum letzten Jahresquartal gab es einen großen Zuwachs von neuen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Im Durchschnitt besuchten im vergangenen Jahr monatlich jeweils 20 Personen aus verschiedenen Kulturkreisen den Treffpunkt. Die diesjährige Weihnachts-/Jahresendfeier wurde gemeinsam mit der Meldorfer Frauengruppe „Fremd sein - Zuhause sein“ durchgeführt.

Der seit 2005 bestehenden Arbeitskreis für Integrationskurse in Dithmarschen, dessen Geschäftsführung durch uns wahrgenommen wird, fand weiter durch vier Treffen statt. Neben der Führung der gemeinsamen Wartelisten für Kursteilnehmer aller Kursträger beim Diakonischen Werk Dithmarschen, waren die sozialpädagogische Beratung einzelner Kursteilnehmer, sowie die Hilfestellung der Beantragung auf Zulassung zur Teilnahme an Integrationskursen und Fahrtkostenerstattung ans BAMF eine unserer Aufgaben. Im Jahr 2009 wurde eine Integrationskursbilanz erstellt.

Der Arbeitskreis für Migration und Psychiatrie in Dithmarschen traf sich mit einer Informationsveranstaltung zum Asylrecht im Februar 2009. Leider fanden in diesem Jahr aufgrund der Erkrankung von Frau Döhren keine weiteren Treffen statt. Trotzdem erwies sich auch in 2009 die Vernetzung der Vertreter verschiedener Institutionen, die mit psychisch kranken Menschen professionell arbeiten als sehr nützlich und als Bereicherung für unserer Beratungsarbeit mit psychisch kranken Migrantinnen und Migranten. In 2010 sind wieder vier Treffen des Arbeitkreises geplant.
 
Die regelmäßige Teilnahme am Arbeitskreis Sozialberatung, einem Treffen von Sozialberatern verschiedener Einrichtungen und Institutionen aus dem Kreis Dithmarschen hat sich weiterhin als Möglichkeit des fachlichen Austausches und der Vernetzung auf kommunaler Ebene bewährt.

Das vom Landesverband des Diakonischen Werkes Schleswig-Holstein 4x jährlich durchgeführte Treffen des Arbeitskreises Migration wurde als sinnvolle, arbeitsbereichernde Möglichkeit des übergeordneten Informationsaustausches genutzt.

Die gute Zusammenarbeit mit der Schuldnerberatung Lichtblick e.V. sowie mit der Sozialberatungsstelle, der Suchtberatungsstelle und der Familienberatungsstelle des Diakonischen Werkes Dithmarschen hat sich weiterhin fortgesetzt.

Seit September 2009 beteiligt sich die Migrationssozialberatung am Bündnis für Familie, einer Arbeitsgruppe zur Familienfreundlichen Stadtentwicklung in Heide in Form der Mitarbeit in einer Unterarbeitsgruppe für Migrantinnen und Migranten.

Die Umsetzung des Nationalen Integrationsplanes ist ein Thema, dass uns in 2009 beschäftigt hat. Im Februar fand diesbezüglich ein Treffen mit der Kreisverwaltung statt. Zur Umsetzung auf kommunaler Ebene wurde ein Koordinator vom Kreis benannt, der regelmäßig an den Landesarbeitskreistreffen teilnahm und in fachlichen Fragen von uns als Fachberatungsstelle unterstützt wurde. Für das Jahr 2010 ist eine Auftaktveranstaltung zur Umsetzung des NIP in Dithmarschen geplant.
 
Zum Abschluss möchten wir noch bemerken, dass die im Bericht beschriebenen Aufgaben in ihrer Vielzahl und in ihrem großen Umfang nur mit dem zusätzlichen Einsatz der Teilzeitkräfte und von Ehrenamtlichen bewältigt werden konnten.
Wir sind allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sehr dankbar für ihre Unterstützung.

Anja Döhren
Dipl.-Soz.päd.
Meldorf, Februar 2010

[ ep, 02.04.2009 13:50 ]
[ ep, 03.03.2010 13:48 ]
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