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Diakonisches Werk Dithmarschen
Ev.-Luth. Kirchenkreis Dithmarschen

[MIGRATIONSSOZIALBERATUNG :: Migrationssozialberatung]

Jahresbericht 2005

Die Migrationssozialberatung im Diakonischen Werk Dithmarschen berät Spätaussiedler und Ausländer sowie ihre Familienangehörigen. Menschen, die sich im Asylverfahren befinden, wurden weiterhin in der Regel vom Kreis Dithmarschen betreut. Hier fand  soweit erforderlich  Kooperation statt.

Obwohl die Zahl der dem Kreis Dithmarschen neu zugewiesenen Spätaussiedler mit 55 Personen im Jahr 2005 weiter drastisch zurückgegangen ist, bewegen sich die Beratungszahlen im Bereich der Vorjahre: Es wurden wieder weit über 600 Familien mit mehr als 1.800 Personen erreicht. Die Beratungsgespräche sind auf fast 4.000 gestiegen. Dies stellt eine Steigerung um fast 25% dar. Allerdings reduzierte sich die Zahl der Hausbesuche um ca. die Hälfte auf 261. Diese Zahlen konnten nur erreicht werden aufgrund von ca. 10% unbezahlter Mehrarbeit.

Die personelle Besetzung der Beratungsstelle hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert: Es arbeiteten wie gewohnt Sabine Kühl, Anja Döhren und Viktor Schmidt auf insgesamt zwei Sozialarbeiterstellen. Die Stelle unserer zusätzlichen Kraft nach § 19 BSHG bzw. Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung war die erste Hälfte des Jahres mit Frau Ludmilla Lehmann besetzt. Danach konnten wir mit Hilfe der Geldzuwendung aus der Auflösung des Vereins zur Integration von Aussiedlern und Ausländern e.V. diese Stelle für ein Jahr befristet in eine Praktikantenstelle umwandeln. Diese Stelle besetzten wir mit Frau Ludmila Lehmann, um ihr damit die Möglichkeit zu geben, sich auf eine Büro- oder Verwaltungsausbildung vorzubereiten. Die Beratungsstelle hatte damit die Möglichkeit, die Dokumentation und Statistik auszuweiten. Frau Antje Müller war auch weiterhin als Ehrenamtliche in der intensiven Einzelbetreuung von Flüchtlingen tätig. Durch regelmäßige Teilnahme an den Teamsitzungen wurde sie an der Informationsweitergabe und gemeinsamen Planung beteiligt und konnte auch die Kolleginnen an ihren Erfahrungen teilhaben lassen.

Weiterhin konnten wir auf engagierte Aussiedler in den verschiedenen Orten zurückgreifen, die Einzelbetreuungen oder andere Aufgaben gerne wahrnehmen. Unsere Öffnungszeiten (8.00 - 16.00 Uhr) und Sprechstunden in Heide und Brunsbüttel konnten wir weiterhin aufrechterhalten. Der Zulauf ist nach wie vor an diesen beiden Orten sehr groß.

Die Finanzierungsquellen der Beratungsstelle in Form von Bund, Land, Kommunen, Spenden und Kirchensteuermitteln sind die gleichen geblieben. Umfangreiche Spenden von Privatpersonen, vom Spendenparlament in Heide und Kollekten der Kirchengemeinden Norder- und Süderdithmarschen erlaubten uns, z.B. Honorare für Deutschförderunterricht an verschiedenen Standorten zu zahlen. Außerdem konnten wir Flüchtlinge unterstützen, Rechtsanwaltshonorare zu begleichen oder notwendige ärztliche Gutachten anfertigen zu lassen. Wir sind diesen Spendern sehr dankbar, weil sie uns einen zusätzlichen Spielraum in unserer Arbeit eröffnen und uns helfen sehr große Notlagen zu lindern.

Im Mai zog das Diakonische Werk Dithmarschen und mit ihm die Migrationssozialberatung an den Markt in Meldorf in das Haus für Diakonie und Kirche. Für uns bedeutet dies eine erhebliche Verbesserung durch einen erleichterten Zugang - nicht mehr im zweiten Stock sondern im Erdgeschoss - und jetzt ausreichende Räumlichkeiten.

Die Arbeit des Jugendmigrationsdienstes ist optimal mit der Beratungsstelle verknüpft. Wir verweisen hier auf den Jahresbericht des JMD.

Eine gravierende Neuerung im Jahre 2005 war die Einführung der Integrationskurse nach dem Zuwanderungsgesetz. Aufgrund der schon bestehenden sehr guten Kontakte zu den Anbietern im Kreisgebiet wurden wir gebeten die Koordinierung zu übernehmen. Es konnte eine Trägergemeinschaft mit gemeinsamer Warteliste für das Kreisgebiet vereinbart werden. Bei Beginn der ersten Kurse war die Frage der Erstattung von Kinderbetreuungs und Fahrtkosten noch ungeklärt. Nachdem eine größere Anzahl von Teilnehmenden klargemacht hatten, dass sie ohne Erstattung von Kosten es sich nicht leisten könnten, am Kurs teilzunehmen, konnte der für uns zuständige Regionalkoordinator vom BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge), Herr Biermann, mit der Arge eine Übernahme von 80% der Fahrkosten für Arge Kunden erreichen. Diese Vereinbarung wurde immer als ein nachahmenswertes Beispiel über Schleswig-Holstein hinaus zitiert. 

Aufgrund der guten Kooperation zwischen den Sprachkursträgern und mit Arge, Ausländerbehörde und BAMF konnten im Jahr 2005 insgesamt 146 Personen einen Integrationskurs besuchen. Außerdem konnten wir erreichen, dass die Arbeitsagentur für einige Personen, die mit deutscher Staatsangehörigkeit, aber ohne deutsche Sprachkenntnisse nach Deutschland eingereist waren, Sprachförderung finanzierte. In diesem Kurs wurden 25 Personen gefördert. Wir schlossen mit allen Trägern Vereinbarungen über die sozialpädagogische Betreuung während der Kurse ab. 

Durch dieses zusätzliche Angebot für Ausländer kamen eine Reihe von Personen mit ihren Sorgen und Nöten neu in die Beratungsstelle entweder schon im Vorfeld, um einen Antrag an das BAMF zu stellen oder während des Besuchs des Integrationskurses im Rahmen unserer sozialpädagogischen Begleitung. Dies trägt zur weiteren Diversifizierung der Beratungsarbeit bei, was eine gesteigerte Belastung für die Mitarbeitenden bedeutet nicht zuletzt wegen der Breite des notwendigen Fachwissens. Mit der Beteiligung an dem Schleswig-Holstein weiten respect Projekt im Rahmen der equal Entwicklungspartnerschaft wurde im Berichtszeitraum ein weiteres neues Arbeitsfeld angeschoben. Inhaltliche Vorbereitungen waren zu treffen, weitere Geldgeber neben EU und Land waren zu finden. Dies bescherte uns einen angeregten Informationsabend bei den Soroptimisten Dithmarschen, die nicht nur das respect Projekt mit einer Spende ihrerseits unterstützen, sondern die sich auch Informationen zur Situation von Ausländerinnen und Ausländern in Dithmarschen wünschten.

Die Zusammenarbeit mit der Arge im Kreis Dithmarschen hat sich nach anfänglichen großen Schwierigkeiten, z.B. wegen der telefonischen Unerreichbarkeit, stabilisiert, wobei uns immer wieder die Anzahl der fehlerhaften Bescheide und nicht vollständigen mündlichen Auskünfte erschreckt hat. So konnten wir im Oktober einen Termin mit der Berufsberatung und der Leistungsabteilung in Meldorf verabreden, um befriedigend die Situation uns bekannter jugendlicher und jungerwachsener Migranten zu besprechen, die ohne Arbeits bzw. Ausbildungsangebot waren. Jedoch hat es bisher noch keine Einladung zur Jugendkonferenz der Arge gegeben. Eine volle Vernetzung mit dem Jugendmigrationsdienst ist damit noch nicht gegeben.

Der Arbeitskreis Psychiatrie und Migration, der von uns gemeinsam mit der Brücke Dithmarschen ins Leben gerufen wurde, hat sich im Berichtszeitraum weiterhin regelmäßig mit Gewinn getroffen und wesentlich zu einer Qualifizierung sowohl der Migrationssozialberatung als auch der im Bereich psychisch Erkrankter tätigen Organisationen beigetragen. Weiterhin findet in Zusammenarbeit mit der Brücke Dithmarschen vierzehntägig der Treffpunkt für Migranten in Heide statt. Diese Gruppe und auch die Mitarbeitenden wurden erschüttert durch die überraschende Abschiebung eines Mitgliedes in die Türkei, die trotz anwaltlicher und medizinischer Intervention vom Oberverwaltungsgericht gebilligt und dann durchgeführt wurde. Diese Abschiebung wurde auch am 16.09. bei einem interkulturellen Fest in den Räumlichkeiten der Brücke durch künstlerische und szenische Darstellungen von den als Freunde, Nachbarn und professionellen Helfern Betroffenen begrenzt öffentlich gemacht.

Weiterhin vertreten wir die Interessen von Migranten durch ein Mitglied im kommunalpräventiven Rat der Stadt Brunsbüttel und mit beratender Stimme im Jugendhilfeausschuss des Kreises. An der Vernetzung der sozialen Dienste im Kreis sind wir durch den Arbeitskreis Sozialberatung beteiligt. Zusätzlich bringen wir unsere Kompetenz ein im Fachausschuss Migration im Diakonischen Werk Schleswig-Holstein. Als Teil des Diakonischen Werkes Dithmarschen waren wir an verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen beteiligt, wie z.B. ein Weihnachtsmarkt in Heide oder einer Veranstaltungsreihe zum Thema Agenda 21 in Meldorf. Unsere Ausstellung Migrantinnen in Dithmarschen wanderte weiter und wurde an verschiedenen Orten gezeigt. Hierbei wurde uns immer wieder deutlich wie notwendig es ist, die Öffentlichkeit über die Lebenssituation von Ausländern in Deutschland zu informieren. Als Medien konnten wir hier auch das Wort zum Sonntag in der örtlichen Zeitung nutzen. Außerdem beteiligten wir uns an der Organisation einer Lesung einer türkischstämmigen Autorin in Heide am 28. September und gestalteten im Oktober einen Gottesdienst in der evangelisch-lutherischen Gemeinde in Albersdorf gemeinsam mit Spätaussiedlerinnen. 

Für Migranten konnten wir eine Fahrt zu den sozialen Wochen in den Hansa Park an die Ostsee organisieren und ein Fest der Kulturen in Brunsbüttel im August mit gestalten. Auch weiterhin arbeiteten wir mit dem Projekt Ost-West-Integration der Volkshochschule in Brunsbüttel zusammen. Das Projekt entwickelt vielfältige Aktivitäten, die von Migranten schwerpunktmäßig Spätaussiedlern und ihren Familienangehörigen reichlich und gerne in Anspruch genommen werden. Besonders erfreulich ist aus unserer Sicht, dass zunehmend Migranten selber Gruppen und Veranstaltungen anregen und durchführen, was wir gerne unterstützen, z.B. durch einen Besuch in dem selbst organisierten Frauenkreis am 14. Oktober. Ansonsten war das Jahr 2005 geprägt durch intensive Fortbildungen für das Team zu den Themen Zuwanderungsgesetz, Sozialgesetzbuch II, Asylbewerberleistungsgesetz und zum Thema interkulturelle Öffnung sozialer Dienste.

Insgesamt können wir für das Jahr 2005 feststellen, dass ein überaus großes Arbeitspensum bewältigt wurde und sehr vieles gut gelungen ist. Dieses Ergebnis ist dem überaus hohen Engagement der Mitarbeitenden inklusive unserer Praktikantin und einem erheblichen Maß an ehrenamtlicher Mehrarbeit.

Sabine Kühl (Diplom-Sozialpädagogin) und Anja Döhren (Diplom-Sozialarbeiterin)

Meldorf, im März 2006

[ adm, 23.05.2007 09:38 ]
[ ep, 23.05.2007 09:38 ]
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